Mit der Errichtung eines Brunnens am Spielplatz in Rodheim beschäftigte sich der Gemeinderat ausgiebig in seiner Sitzung. Rudolf Goller vom Bauamt der VG Uffenheim stellte den Räten drei Varianten für die technische Ausstattung vor.
Mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen entschied sich der Gemeinderat dafür, von einem nahe gelegenen Anwesen eine Wasserleitung sowie Stromzufuhr zum Spielgelände zu legen. Das Wasser wird in ein Becken aus Naturstein laufen, die Wasserzufuhr ist mit einem Magnetventil geregelt und fließt nur bei Drücken eines Schalters. Die Kosten hierfür sind mit 5200 Euro veranschlagt.
"Diese Variante ist auch die von den Rodheimer Eltern gewünschte", wie Bürgermeister Martin Hümmer in der Sitzung informierte. Das Engagement der Eltern war offensichtlich das Hauptargument für die Mehrheit.
Die Rodheimer arbeiten bereits seit vergangenem Jahr an ihrem Spielgelände. "Sie haben viel Arbeit und Freizeit investiert und somit der Gemeinde viel Geld gespart", stellt der Bürgermeister fest. Zudem seien durch ihre Spendengesuche an Firmen weitere Mittel für den Spielplatz in die Gemeindekasse geflossen, fügte er an. Durch die Mithilfe und Eigenleistung der Bürger, würden auch die Kosten für den Brunnen deutlich niedriger ausfallen, meinte Hümmer.
Vier Räte sprachen sich hingegen für einem Brunnen mit Schwengelpumpe aus. Dies sei für die Kinder interessanter und zudem pädagogisch wertvoller als "Wasser auf Knopfdruck", wurde angeführt. Dafür hätte man einen Brunnen bohren müssen, die Kosten für diese Variante wären runde 4300 Euro gewesen.
(Quelle: Mainpost, 19.04.2007)