Flott brachte der Gemeinderat die acht Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung über die Bühne. Dabei wurde dem Bauantrag eines Geißlinger Landwirtes für die Errichtung eines Schweinemaststalles mit Lagerhalle und Futtersilos zugestimmt. Der Standort liegt außerhalb des Ortes an der Verbindungsstraße zwischen Oberickelsheim und Geißlingen. Der Schweinestall ist mit 708 Mastplätzen geplant und wird neben einem bestehenden Kuhstall errichtet.
Ebenfalls zugestimmt wurde der Bauvoranfrage für die Umnutzung einer landwirtschaftlichen Halle am Westring in Oberickelsheim. In der Maschinenhalle will ein Spengler eine Werkstatt einrichten. Das Vorhaben muss noch von der Baubehörde im Landratsamt geprüft werden.
Einstimmig abgelehnt hat das Ratsgremium den Antrag eines Oberickelsheimer Landwirtes auf Räum- und Streudienst zu seinem Schweinestall im Außenbereich am Gülchsheimer Weg. Es wurde festgestellt, dass der Winterdienst für Wirtschaftswege nicht zu den Aufgaben der Gemeinde gehört, auch wenn dort Landwirte ihre Ställe haben. "Dafür ist, wie in Nachbargemeinden auch, jeder Stallbesitzer selbst zuständig", waren sich die Räte einig.
Genehmigt wurde einem Anwohner in der Untergasse in Oberickelsheim eine Rollschiene für sein Hoftor auf öffentlichem Grund, sprich im Gehweg, anzubringen.
Rodheim liegt auf der Trasse für eine geplante Telekommunikationsleitung von Würzburg über Ansbach nach Nürnberg. Der Gemeinderat stimmte der Trassierung und der Verlegung der Datenträgerleitung in öffentlichen Wegen zu.
Bezüglich eines Brunnens für den Kinderspielplatz Rodheim ist noch keine Entscheidung gefallen. In Erwägung gezogen werden eine Brunnenbohrung oder ein Anschluss ans Fernwassernetz. "Hier werden noch technische Möglichkeiten und Kosten ermittelt", teilte der Bürgermeister mit und gab den Räten als Hausaufgabe ein Merkblatt mit dem Titel "Spielen mit Wasser" mit.
Aktuelle Zahlen bezüglich des Industrie- und Gewerbeparkes Gollhofen-Ippesheim, in dessen Zweckverband die Gemeinde Mitglied ist, gab Bürgermeister Martin Hümmer in der Sitzung bekannt. "Der Gewerbepark ist kein Draufleggeschäft", stellte er klar. "In dem Zeitraum von 1993 bis 2007 hat die Gemeinde 14 800 Euro an Umlagen gezahlt und rund 15 000 Euro an Grund- und Gewerbesteuer eingenommen." Dabei sei die Entwicklung der Gewerbesteuer positiv.>
(Quelle: Mainpost, 01.02.2007)