Nachwuchspflege wird groß geschrieben bei den Rodheimer Musikanten. Regelmäßig organisieren die Verantwortlichen, Vorsitzender Bruno Engert und Dirigent Manfred Groll, die musikalische Ausbildung vor Ort. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag waren die künftigen Nachwuchsmusiker und ihr Eltern eingeladen, die verschiedenen Instrumente auszuprobieren.
So wie Markus, der sich sofort in die große Tuba verguckt hat und dem Instrument nach kurzer Anleitung schon die ersten Töne entlockt. "Das will ich spielen", sagt er überzeugt.
Seine Mutter stimmt zu, auch wenn sie sich eher "etwas Kleineres, Handlicheres" gewünscht hätte, wie sie schmunzelnd sagt.
Andere greifen zur Querflöte, Posaune oder Flügelhorn, auch das Schlagzeug übt Anziehungskraft aus.
Für die Ausbildung an den Blechblasinstrumenten wurde Sven Menhorn, Student an der Musikhochschule Würzburg engagiert.
Auch er ist davon überzeugt, dass die Kinder das für sie passende Instrument am besten selber finden können.
Zehn Mädchen und Buben im Alter von sechs bis zehn Jahren aus Rodheim und umliegenden Ortschaften haben sich zum Start der neuen Gruppe angemeldet.
Zu Beginn gibt es einmal die Woche eine halbe Stunde Einzelunterricht, später wird in Kleingruppen gelernt. Bei den Instrumenten leistet der Verein anfangs Starthilfe, indem er sie bei Bedarf zur Verfügung stellt, damit die Familien nicht sofort ein Instrument kaufen müssen.
Für den Unterricht kommen die Eltern auf, die Musikkapelle stellt die Räume. So müssen die Eltern ihre Kinder nicht zu einer Musikschule außerhalb fahren, sondern haben das Angebot vor Ort.
"Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht", sagt Vorsitzender Engert. Die letzte Gruppe startete vor drei Jahren, 20 Nachwuchsmusikanten sind noch dabei, nur zwei haben aufgehört.
(Quelle: Mainpost, 15.03.2010)